Vortrag auf der DMEA 2022: Digitaler Reifegrad der gesetzlichen und privaten Krankenversicherer: Stand, Stolpersteine und Strategien 

icon
DMEA_Digitaler Reifegrad

Digitaler Reifegrad ist in aller Munde – nicht zuletzt für das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) erfolgt derzeit eine umfassende Erhebung des Digitalisierungsgrades des stationären Sektors in vorher nicht dagewesener Professionalität. Die ersten Stimmen werden laut, dies auch für den ambulanten Sektor der medizinischen Versorgung zu tun.  Doch wie sieht es mit den Kassen aus? Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherer stehen im Spannungsfeld zwischen den Erwartungen der Versicherten, den Anforderungen der Politik und wesentlich ungünstigeren finanziellen Rahmenbedingungen. Wie gut sind die die Akteure der GKV und PKV auf die digitalen Herausforderungen der nächsten Jahre vorbereitet? 

Digitaler Reifegrad der gesetzlichen und privaten Krankenversicherer: Stand, Stolpersteine und Strategien 

Im vergangenen Jahr haben wir eine deutschlandweite Studie bei Krankenkassen zum digitalen Reifegrad durchgeführt: Mittels einer quantitativen und qualitativen Befragung über Fragebogen und explorative Interviews von Verantwortlichen für Digitalisierung und Versorgung in Krankenkassen, konnten erste Rückschlüsse auf die prinzipielle Umsetzbarkeit, die Einordnung des Erkenntnisumfangs und auftretende Stolpersteine gewonnen werden.   

Diese Mixed-Method-Befragung bildete die erste Ausbaustufe der Entwicklung eines wissenschaftlich-fundierten, zugleich praxiserprobten Reifegradmodells.  Wir fragten nach der organisatorischen Aufstellung der Kassen, wie Digitalisierungsprojekte ausgewählt und priorisiert, welche digitalen Leitbilder verfolgt und umgesetzt werden. Dabei interessierte uns auch, wie sich Strategien zur Digitalisierung unter dem jüngsten Anpassungsdruck verändert haben und was dies für die Zukunft bedeutet.  Wir wollten zudem wissen, wie die Kassen ihre vorhandene technische Basis bewerten und wo sie Schwierigkeiten mit der Anpassung und Flexibilisierung ihrer Systeme sehen. Es sollte auch identifiziert werden, welche Daten evtl. neu zur Verbesserung interner und von Versorgungsprozessen genutzt werden können, um Chancen zur Refinanzierung der anstehenden Investitionen zu realisieren. Dabei ging es auch um die konkrete Ausgestaltung der Angebote – welche Spielräume bei der Ausgestaltung der eigenen ePA-Lösung werden gesehen? Inwiefern können attraktive kassenspezifische Angebote in einer zukünftigen TI-Landschaft neue Geschäftsmodelle generieren? Wie wird dieser Prozess in den Kassen verfolgt und gesteuert und wird die Kraft dafür ausreichen?  

DMEA 2022: Ergebnisse, Diskussion und Ausblick auf Weiterentwicklung des Reifegradmodells

Wir stellen die Ergebnisse der Studie vor und berichten von der Diskussion mit Vertreter:innen des BMG und der gematik im Panel zu den Studienergebnissen, die im Rahmen einer _fbeta-Veranstaltung stattgefunden hat. Gemeinsam mit unseren Hochschul-Kooperationspartnern sind wir bereits in die zweite Studienphase eingetreten und entwickeln ein anwendungsorientiertes Reifegradmodell, das die digitale Transformation einer Organisation im Gesundheitswesen ganzheitlich und zugleich detailliert messbar macht.

Wir freuen uns, Sie auf der DMEA zu treffen und mit Ihnen in den Austausch zu kommen.

Ansprechpartner auf der DMEA: Dr. Thies Eggers. Vereinbaren Sie gerne einen Gesprächstermin.

Digitaler Reifegrad der gesetzlichen und privaten Krankenversicherer: Stand, Stolpersteine und Strategien: Dienstag, 26. April 2022; 13:35 – 15:05 Uhr; _Stage A, Hall 6.2 

Hallenplan der DMEA: Vortrag "Digitaler Reifegrad der GKV und PKV"
Hallenplan der DMEA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ausgewählte Artikel

Welche Herausforderung möchten Sie meistern?

Lassen Sie uns sprechen!