Wie gelingt echte Versorgungstransformation im Gesundheitswesen? Die neue Handelsblatt-Beilage „Future of Healthcare“ zeigt eindrucksvoll: Innovationen sind vorhanden – von roboter-assistierter Diagnostik bis zu skalierbaren digitalen Infrastrukturen. Doch damit daraus spürbar bessere Versorgung entsteht, braucht es mehr als Einzellösungen.
Es braucht einen „Fast Track“ für hybride Versorgung. Denn Versorgung findet nicht nur digital oder analog statt – sondern zunehmend hybrid.
In unserem Gastbeitrag in der handelsblatt-Beilage Future for Healthcare (S. 20) legen wir dar, warum es dringend einen solchen regulatorischen Rahmen braucht, der nicht nur rein digitale Anwendungen (z. B. DiGA), sondern vor allem die strukturelle Integration von analogen und digitalen Leistungen berücksichtigt – und vergütet.
Zwei Kernaussagen zum Fast Track für hybride Versorgung
Kernaussage 1: Hybride Versorgung ist kein Technologieproblem – sie scheitert am System.
Trotz wirksamer Lösungen und realem Versorgungsbedarf bleibt hybride, integrierte Versorgung in Deutschland strukturell unterentwickelt.
Grund dafür sind fehlende regulatorische Zugangswege, fragmentierte Verantwortlichkeiten und ein Vergütungssystem, das digitale und analoge Leistungen nicht integriert denkt.
Kernaussage 2: Wenn Digitalisierung in der Versorgung nachhaltig und produktiv wirken soll, braucht es einen neuen Marktzugang für hybride Modelle, der nicht auf Einzelprodukte, sondern auf Gesamtprozesse mit gemischten Leistungsarten ausgerichtet ist – einschließlich sektorenübergreifender Steuerung, Outcome-Finanzierung und begleitender Evaluation.
Worauf es dabei in der Praxis ankommt, macht das Interview mit unseren Projektpartnern Dr. med. Daniel Dumitrescu vom Herz- und Diabeteszentrum NRW und Dr. Med. Christian Flottmann von novadocs GmbH deutlich. Gemeinsam arbeiten wir im Projekt lebenDIG an einer hybriden Nachsorge nach Lungenembolie – ein Modell, das den Übergang von der Klinik in den Alltag begleitet und Versorgung spürbar verbessert.
Das Verbundprojekt lebenDIG: Ein Förderprojekt im Kontext des Innovationswettbewerbs „Gesünder.IN.NRW“ im Rahmen der europäischen Regionalförderung (EFRE/JTF-Programm NRW). Projektstart: 15.12.2024 | Projektdauer: 2 Jahre
handelsblatt. Future for Healthcare
Unser Gastartikel auf S. 20