System of Reference: Mit einer zukunftssicheren Microservicearchitektur die Chancen des PDSG für das Versorgungsmanagement nutzen

System of Reference | Microservicearchiteltur

Seit dem Inkrafttreten des Patientendaten-Schutz-Gesetzes (PDSG) dürfen gesetzliche Krankenkassen ihren Versicherten individuelle Angebote zu Versorgungsleistungen ohne vorherige Einwilligung machen und zu diesem Zweck Sozialdaten auswerten. Neben weiteren neuen Handlungsräumen eröffnet dies neue Perspektiven für das Versorgungsmanagement der Kassen.

Eine Grundvoraussetzung, um neue Technologien vorteilhaft einzusetzen, ist eine entsprechend wirkungsvolle IT mit hochverfügbaren und integren Daten. Die aktuellen IT-Systeme der GKV-Landschaft sind jedoch meist komplexe monolithische Systeme, die organisch gewachsen sind und eine hohe Komplexität aufweisen. Deshalb tun sie sich beispielsweise schwer, Themen wie 5G effektiv einzusetzen.

Nicht zuletzt machen die zuvor beschriebenen Veränderungen und damit einhergehenden Anforderungen an die Digitalisierungslandschaft des deutschen Gesundheitswesens eine Transformation hin zu einer dezentralisierten Servicestruktur notwendig.

Microservicearchitektur als Basis für eine stabile und resiliente IT

Das Zielbild einer solchen Microservicearchitektur sollte dabei bestimmten Paradigmen folgen. Sechs der wesentlichsten Paradigmen sind:

  • Abbildung eines „Single Source of Truth“ der fachlichen und technischen Inhalte
  • Hochverfügbarkeit der Systeme und Anwendungen
  • Inhaltliche und prozessuale Integration der Systeme und Anwendungen in der Systemlandschaft
  • Sicherstellung der Betriebsfähigkeit der Systemlandschaft
  • Omnichannelfähigkeit der Systemlandschaft
  • Abbildung eines Single Source of Truth der fachlichen und technischen Inhalte

Eine exemplarische, in Abbildung 2 dargestellte Umsetzung einer Microservicearchitektur beinhaltet drei Kernelemente: Das System of Engagement, das System of Records und das System of Reference, welches relevante Daten über Microservices bereitstellt.

Durch das System of Reference wird eine Entkopplung vom System of Records erreicht, was zu einer erhöhten Stabilität und geringer Latenz bzgl. der Informationsverarbeitung in der Systemlandschaft führt – und so echtzeitfähige Datenzugriffe realisierbar macht.

Eine solche Microservicearchitektur bietet weitere Vorteile im Vergleich zu einer klassisch monolithischen Systemarchitektur: Beispielsweise schnellere und flexiblere Deployments, eine bessere Skalierbarkeit und technologische Flexibilität. Sie bildet die Basis für eine betriebskostensparende, stabile und resiliente IT und Organisationseinheiten, deren Vorteile vor allem bei Releasewechseln, Erweiterungen, und Änderungen zum Tragen kommen.

Der zukunftssichere Weg zu einer derartigen Microservicearchitektur führt über eine sukzessive Migration der vorhandenen Systemarchitektur in die Zukunftsarchitektur.

Migration: sicher Schritt für Schritt in die Zukunftsarchitektur

Zentrale  Geschäftsprozesse sind mit den IT-Systemen verwoben, sodass eine Änderung der Architektur scheinbar einer OP am offenen Herzen gleicht. Gleichwohl kann mit einer Orientierung auf ein Systems of Reference eine sukzessive Ablösung und Integration vorhandener Elemente in eine effiziente Zielarchitektur durchgeführt werden. Hierfür brauch es nur wenige zentraler Komponenten, die in der Regel in größeren Unternehmen schon an anderer Stelle im Einsatz sind (z.B. ein API-Management inkl. Repository).

Für die Umsetzung sollte neben einem technischen Zielbild auch Aspekte der Governance in die Lösung fest verankert werden. Denn was hilft es, ein schönes Bild zu haben und keinen Platz, wo es hängen kann.

Wenn auch Sie Probleme haben, die diesen ähneln, sprechen Sie uns an.

 


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