Gelungenes Finale in der Max-Planck-Gesellschaft

Es sind Zukunftsfragen des Gesundheitswesens: Wie finden digitale Gesundheitsanwendungen wie medizinische Apps oder Online-Coaches zügig ihren Weg in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung? Und wie kommt dabei die Qualitätssicherung nicht zu kurz? Gemeinsam mit den Konsortialführern Uni Bielefeld und Dierks + Company durfte _fbeta im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums in den vergangenen Monaten nach Antworten suchen. Das hat unserem Team und mir große Freude bereitet.

Workshops mit agilen Methoden

In insgesamt zehn interdisziplinär besetzten Workshops mit etablierten und neuen Playern aus dem Gesundheitswesen konnten wir nicht nur engagierte, mutige und kreative Debatten miterleben. Wir konnten auch unser eigenes fachliches Know-how als Moderatorinnen und Moderatoren einbringen und so moderne Konzeptions- und Workshopmethoden im Kontext der Gesetzesvorbereitung umsetzen – interdisziplinär, agil und ganzheitlich. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshops aus dem Bundesgesundheitsministerium, dem GKV-Spitzenverband, dem Gemeinsamen Bundesausschuss, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, dem Bundesversicherungsamt, der Industrie, Krankenkassen, Fachgesellschaften und zuletzt von erfolgreichen Healthcare-Start-ups.

Digitale Angebote liegen quer

Doch warum greifen eigentlich die üblichen Zugangswege ins Gesundheitswesen für digitale Anwendungen nicht? Weil sie in der Regel aus Nutzer- oder besser Patientenperspektive konzipiert sind. Damit liegen sie quer zu den bestehenden Sektoren und deren Regulierungsanforderungen an Leistungserbringer, Leistungen und Produkte. In den Workshops ging es deshalb unter anderem um die Frage, ob bestehende Zugangswege zugunsten von digitalen Angeboten angepasst werden sollten, wie etwa das im stationären Sektor etablierte Verfahren der Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB). Oder ob ein völlig neuer Zulassungsweg nicht viel sinnvoller wäre.  

Es herrscht Aufbruchstimmung

Auch bei der gelungenen Abschlussveranstaltung im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging es um diese wichtigen Fragen. Das zeigte sich nicht nur bei der Podiumsdiskussion mit Martin Litsch (Vorstandsvorsitzender AOK-Bundesverband), Jörg Land (Geschäftsführer des Start-ups Sonormed) und weiteren engagierten Köpfen. Das machten auch unsere Projektpartner Professor Dr. Wolfgang Greiner (Uni Bielefeld) und Professor Dr. Christian Dierks in ihren Ergebnispräsentationen deutlich. Doch obwohl noch nicht alle Fragen beantwortet werden konnten: Bei mir und vielen anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Projekts herrscht mehr denn je Aufbruchstimmung, wenn es um den Zugang digitaler Gesundheitsanwendungen in die gesetzliche Krankenversicherung geht.


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