Design Thinking – ein Bericht

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An der Uni Osnabrück konnten Studenten in einer Blockveranstaltung das Real-Life-Szenario einer fiktiven Krankenkasse aus der Sicht eines Projektmanagement-Teams erleben. Die Veranstaltung wurde von unserem Geschäftsführer Dr. Kai Morgenstern geleitet, der auch im Lenkungsausschuss der fiktiven Krankenkasse „Rundherum gesund“ agierte.

 „Rundherum gesund“ will Vorreiter im Bereich der Digitalisierung werden

Eine besondere Herausforderung, welche die Studenten innerhalb des Szenarios zu bewältigen hatten, war die Vorgabe, dass „Rundherum gesund“ aufgrund der vorgegebenen Gehaltsstruktur nur schwer an die IT-Experten herankommt, die es eigentlich braucht, um in ein neues Zeitalter der Digitalisierung einzusteigen. Zudem ist es schwierig, sich mit Großraumbüros und bürokratischen Strukturen gegen Homeoffice, oder Telearbeit, wie es bei „Rundherum gesund“ heißt, im Rennen um potenzielle Bewerber durchzusetzen.

Transformation zum attraktiven Arbeitgeber

Deshalb engagiert die Geschäftsführung eine externe Beratung, die dazu beitragen soll, die Krankenkasse in einen attraktiven Arbeitgeber zu transformieren. Die Situation vor Ort wird von den Beratern als so gravierend im Hinblick auf die Vision der Kasse eingeschätzt, dass sie gemeinsam mit der Geschäftsführung beschließen, das Projektteam in einem War Room (Obeya) zu bündeln. Das Team ist von allen anderen Aufgaben befreit, bis eine Lösung gefunden ist.

Kreative Problemlösung durch Design Thinking
Zur kreativen Problemlösung und Entwicklung innovativer Ideen führen die Berater den Design-Thinking-Ansatz ein.
Wir von fbeta (die externen Berater) sind immer wieder erstaunt, wie viel Energie Design Thinking bei den Beteiligten freisetzt und, wenn es gut geführt wird, wie viele innovative Lösungen entwickelt werden. Die Energie, die entsteht, wenn man gemeinsam um eine Lösung ringt, war auch bei den Studenten sofort zu spüren und diente als zusätzlicher Motor. Überrascht von der aktivierenden Herangehensweise des Design Thinkings machten sich die Studenten an die Lösung ihres Problems.

Der Auftrag wurde gemeinsam in eine griffige Challenge umgewandelt: „Wie kann die RG im Rennen um die besten IT-Experten wettbewerbsfähig werden um strahlkräftige Innovationsprojekte erfolgreich auf die Straße zu bringen?“
Verteilt auf drei Gruppen hatten die Teams die Herausforderung, in nur vier Stunden Ideen zu entwickeln, zu bewerten und zu priorisieren. Der Hörsaal und die angrenzenden Hörsäle wurden zu Design Thinking Spaces umgewidmet und die ersten vier Phasen des üblicherweise 6-stufigen Design-Thinking-Prozesses mithilfe verschiedener Methoden durchlaufen.

In kurzer Zeit beeindruckende Ergebnisse
Jetzt musste „nur“ noch ein Prototyp hergestellt und getestet werden, den die Teams in der Folgeveranstaltung präsentieren konnten. Wir waren von den Ergebnissen beeindruckt. Vor allem die Idee, digitale Workspaces mit VR-Brillen für IT-Experten zu schaffen, fand großen Anklang.
Alle Beteiligten waren am Ende von den Lösungen begeistert, die mithilfe eines Design-Thinking-Prozesses in kurzer Zeit und hohem Umsetzungspotenzial gestaltet werden konnten.

Für eine Gruppe der Studenten ist die Reise als Design Thinker noch nicht zu Ende – sie sind Teil unseres Remote-Thinking-Prozesses, der Design Thinking in virtuellen Kontexten umsetzt. Wir bleiben gespannt.

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