_fbeta DiGA Billing Service

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DiGA Billing Service

Open-Source-Lösung für die Prüfung und Abrechnung von DiGA-Freischaltcodes 

Eine zuverlässige und regelkonforme Abrechnung ist ein zentraler Faktor für den wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb einer digitalen Gesundheitsanwendung. Mit der Richtlinie nach § 302 SGB V hat der GKV-Spitzenverband ein bundeseinheitliches Verfahren für die elektronische Abrechnung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) geschaffen. 

Sie richtet sich an Hersteller von DiGA, die ihre Anwendungen nach § 33a SGB V gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, sowie an die beteiligten Kostenträger und technischen Annahmestellen. Die Richtlinie legt verbindlich fest, in welcher Form Freischaltcodes zu prüfen sind, wie Abrechnungen zu erfolgen haben und welche technischen Schnittstellen dabei zu verwenden sind. Sie ist seit dem 01.10.2023 verbindlich in Kraft und bildet die Grundlage für einen standardisierten, digitalen Abrechnungsprozess. 

Herausforderungen bei der Prüfung und Abrechnung von Freischaltcodes 

Die Umsetzung der DiGA-Abrechnungsrichtlinie stellt viele Hersteller vor erhebliche Herausforderungen. Neben dem fachlichen Verständnis der Prozesse müssen komplexe technische Anforderungen erfüllt werden. Dazu gehören unter anderem verschlüsselte Kommunikationswege, der Umgang mit ITSG-Zertifikaten sowie die korrekte Erstellung von XRechnungen nach den vorgegebenen Standards. 

Hinzu kommt, dass Abrechnungen und Prüfprozesse nicht zentral, sondern kassenindividuell abgewickelt werden. Ein korrektes Routing an die jeweils zuständige Krankenkasse ist daher zwingend erforderlich und setzt aktuelle Referenz- und Mappingdaten voraus. Änderungen an Vorgaben, Zertifikaten oder Verzeichnissen müssen kontinuierlich nachvollzogen und umgesetzt werden, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. 

Neben der reinen Implementierung spielen auch betriebliche Aspekte wie Tests, Protokollierung, Fehlerbehandlung und die Nachvollziehbarkeit von Kommunikations- und Abrechnungs-prozessen eine zentrale Rolle. Für DiGA-Hersteller bedeutet dies einen hohen Implementierungs- und Wartungsaufwand. 

Unsere Lösung 

Mit dem DiGA Billing Service kapselt _fbeta die vollständige technische Komplexität der DiGA-Abrechnung hinter einer einfachen und klar strukturierten RESTful API. DiGA-Hersteller beschränken sich auf die fachlich relevanten Parameter, während der Service alle regulatorischen, technischen und prozessualen Details übernimmt. 

Abbildung 1: Der _fbeta DiGA Billing Service im Überblick 

Der Service übernimmt unter anderem die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Kommunikationswege, die Generierung und Übermittlung von Abrechnungsdatensätzen im XRechnung-Format sowie das automatische Routing an die zuständige Krankenkasse. Referenzdaten wie Krankenkassen-Mappings und ITSG-Zertifikate werden kontinuierlich und automatisiert aktualisiert. Freischaltcodes werden formal geprüft, inklusive Versions- und Prüfziffernlogik. 

Der Service bildet die in der Abrechnungsrichtlinie definierten fachlichen und technischen Verfahren vollständig ab, einschließlich Validierung, Abrechnung, Korrekturverfahren sowie der jeweils vorgesehenen Testverfahren. 

Die Lösung ist Open Source, self-hosted und wird als Container ausgeliefert. Eine ausführliche Dokumentation unterstützt die einfache Integration und den Betrieb im eigenen Umfeld. Der Service wird kontinuierlich gepflegt und an neue Versionen der Spezifikation sowie aktualisierte technische Anlagen angepasst, sodass DiGA-Hersteller dauerhaft regelkonform und wartungsarm abrechnen können.

TI-Support

Für weitere Informationen und einen Zugang zu unserem Open Source Repository kontaktieren Sie uns einfach.

Über _fbeta TI-Services 

_fbeta unterstützt DiGA-Hersteller, Krankenkassen sowie Hersteller und Leistungs-erbringer für Hilfsmittel mit technischer und regulatorischer Expertise dabei, ihre Lösungen interoperabel und sicher in die nationale eHealth-Infrastruktur einzubinden. Wir helfen, die Anforderungen der gematik, der KBV, des BfArM und anderer relevanter Stellen nicht nur zu verstehen, sondern auch effizient umzusetzen. Dies betrifft vor allem die folgenden TI-Dienste: ePA für alle, E-Rezept, Digitale Identitäten (GesundheitsID, SMC-B), 116117-Anbindung, Zentraler Terminologieserver, Health Device Data Transfer (§ 374a SGB V) sowie Kommunikation im Gesundheitswesen (KIM) und den TI-Messenger. 

Neben unserer fachlichen Beratung bieten wir direkt einsetzbare technische Lösungen, die eine reibungslose TI-Integration ermöglichen: 

  • ePA-Client: Open-Source-Lösung für die sichere und einfache Backend-Anbindung von DiGA und anderen IT-Anwendungen an die ePA für alle  
  • MIO-Baukasten: „Bauplan“ für strukturierte Umsetzung medizinischer Informations-objekte für die ePA und den interoperablen Dokumentenaustausch 
  • eID-Service:  Komplettlösung für die sichere und standardisierte Authentifizierung von DiGA-Nutzern über die GesundheitsID 
  • DiGA Billing Service: einfache Prüfung und Abrechnung von DiGA-Freischaltcodes über das XRechnung-Protokoll 
  • E-Rezept Testsuite: Werkzeuge und Bibliotheken für Hilfsmittel-Leistungserbringer zum Testen der Erstellung, des Abrufs und der Einlösung von E-Rezepten  

Mit unseren spezialisierten Beratungspaketen zur TI-Integration begleiten wir Krankenkassen sowie Hersteller und Anbieter von digitalen Gesundheitslösungen und Hilfsmitteln dabei, über die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen hinaus die Telematikinfrastruktur (TI) und ihre Anwendungen optimal und mit Mehrwert zu nutzen

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